Das Feuerwehr-Wettkampfjahr 2017 – Teil 1

Heute möchte ich mal die Feuerwehrwettkämpfe in diesem Jahr ein wenig Revue passieren lassen.

Das was mich am meisten beeindruckt hat dieses Jahr, war ein Spruch den Thomas  alias „Opa“, dem Vater der EurOPAs-Challenge in Hardegsen: Together Strong.  Das ist es, was Feuerwehr ausmacht.  Der Zusammenhalt.  Die Gemeinschaft. Das Vertrauen.  Ich habe ja auch oft den Blick hinter die Kulissen gewagt. Und ich muss sagen, so ein Event oder eben Wettkampf auf die Beine zu stellen ist echt nicht einfach. Mal eben eine Challenge ausrichten sagt sich zwar einfach, aber ist ein Prozess langer schlafloser Nächte und vieler Telefonate. Und vor allem ohne die Unterstützung von vielen Helfern im Hintergrund nicht realisierbar. Auch wenn nicht jeder Veranstalter und jeder Helfer dieses Beitrag lesen wird, möchte ich dennoch einmal ein ganz ganz großes DANKE los werden.

Nun möchte ich aber mal zu den einzelnen Wettkämpfen von diesem Jahr kommen.  Begonnen hat alles im Mai mit dem Stairrun in Berlin. Einen ausführlichen Bericht dazu habe ich ja schon geschrieben. Nachlesen könnt ihr hier. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es immer wieder eine mega Veranstaltung ist, die Martin mit seinem Team da auf die Beine stellt. Ich war ja jetzt zum dritten Mal dabei und es hat sich nichts verändert. Der Charme und das Gefühl im ganzen Block dort einzulaufen, in Begleitung der Dudelsack-Spieler, erzeugt bei mir auch jetzt noch Gänsehaut. Ich hoffe, dass ich im kommenden Jahr wieder antreten kann. So schnell wie dort die Startplätze weg sind, ist der absolute Wahnsinn. 300 Plätze in 1:45min. Auch da gehört immer wieder etwas Glück dazu (und ne schnelle Internetverbindung).

Als nächstes Stand Anfang Juni der TFA (Toughest Firefighter Alive) in Mönchengladbach auf dem Plan. Einer, der wie ich finde, härtesten Wettkämpfe überhaupt. In insgesamt 4 Stationen werden alle mögliche Szenarien „abgearbeitet“, die es so in einem Feuerwehreinsatz gibt.

Die Anreise am Freitag war recht entspannt. Die Ankunft im Hotel ebenso. So konnten wir uns auch zeitnah um das Abendessen kümmern. Die Wahl viel schnell auf Pizza, denn die Kohlehydrate – Speicher müssen ja gefüllt werden.

Am nächsten Morgen waren wir schon recht früh am Wettkampfort, um die Startnummer zu holen. Zunächst standen die Einzelläufe auf dem Plan. Unser Staffellauf war für den Nachmittag terminiert.

Schon von Beginn an wirst du an den einzelnen Stationen voll gefordert. An Station eins werden zwei B-Leitungen gezogen, in voller Ausrüstung und angeschlossenem Atemschutz.  Anschließend müssen noch zwei B-Schläuche gerollt werden. Im einzelnen hört es sich eigentlich nicht sooooooo schlimm an. Doch die Schläuche ziehen an einem mit voller Kraft. Und danach kontrolliert die Schläuche zu rollen ist auch nicht so einfach. Wenn man das bewältigt hat, endet Station Eins und die Zeit stoppt. Man hat einen Moment zum Ausruhen. Mit Beginn des Wettkampfes an Station Eins, ist der Start an Station Zwei nach exakt 10min. Ebenso an den folgenden Stationen.
Das Zeitlimit beträgt pro Station 4 Minuten pro Aktivität. Bleiben also 6 Minuten zum wechseln der Station und zum Durchatmen.

Station Zwei ist schon mit einer der Königsdisziplinen. Hier wird ein 80 kg Gewicht auf der Kaiser Force mit dem Hammer nach hinten geschlagen. Als nächstes muss ein 20 kg  Kanister durch Röhren getragen werden. Und danach kommt der allseits beliebte „Mr. RESCUE RANDY“. Randy ist eine 80 kg schwere und insich steife Puppe, die über eine Strecke von 48m gezogen werden muss. Eine Tortur kann ich euch sagen. Und als wäre es noch nicht genug, muß daraufhin noch eine 3m hohe Eskaladierwand bezwungen werden.  Doch ich muss erhrlich zugeben, dass für mich bei Randy Schluss war, weil ich über dem Zeitlimit war. Was ehrlichererweise schon an mir genagt hat. Denn zu scheitern ist nie schön. Vor allem wenn man weiß das noch zwei Stationen auf einen warten.

Station Drei war, in Anbetracht der Tatsache das ich ja eine kleine Niederlage hinnehmen musste, eine Station an der ich wirklich alles geben wollte. Scheitern stand nicht mehr zur Debatte. Also ab zum Start. Mein Gegner war ja auch der Gleiche wie zuvor. Kühlen und trinken war angesagt. Denn jetzt werden die Arme gebraucht.
DSC_0191Vom Start weg mussten wir eine Leiter anstellen. Zwei Steckleiterteile sind hierfür zusammengesteckt, die man hochnehmen und an die Wand stellen musste. Als nächstes müssen zwei Kanister mit je 20 kg in der dritten Stock getragen werden. Danach dann ein 20 kg Schlauchpacket an der Leine hochziehen. Natürlich müssen die Kanister wieder nach unten. Und zu guter Letzt wird an ein B-Strahlrohr noch ein Mundstück aufgeschraubt. WOW. Die Arme und Finger brennen danach wirklich. Das kann ich euch sagen. Aber das dürfen sie. Denn die werden jetzt an der nächsten Station nicht mehr gebraucht. Zum Glück.

Station Vier ist eigentlich nur Treppen laufen. Eigentlich ist dabei aber ein schönes Füllwort. Denn man bekommt andere Atemschutzgeräte. Keine leichten, sondern die schweren Stahlflaschen. Zu bezwingen sind hier 15 Stockwerke. Der Treppenraum ist anders als gewohnt. Die Stufen höher, das Geländern steiler. Und dazu kommen noch die drei vorherigen Stationen, die man schon in den Beinen hat. Man zählt nicht mehr die Stockwerke sondern die Stufen. Eine Tortur nach alle dem. Aber das Ziel ist nahe. Danach ist es vorbei. Nur noch einmal durchziehen. Alles mobilisieren und weiter gehts. Die Rufe der Kollegen hallen durch den Treppenraum. Sie geben alles. Und dann ist es da, das Ziel.  Eine wahnsinnige, geniale aber auch nervenaufreibende Erfahrung.

Ich war froh, es geschafft zu haben.  Ok, mit einem kleinen Rückschlag an Station zwei. Gut, aber das sind Erfahrungen die man macht. Und ein Ansporn für nächstes Jahr eben mehr zu machen und mehr zu trainieren.

Fortsetzung folgt ……

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